Deutschlandtrend: Union im Aufwind - DER SPIEGEL
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Deutschlandtrend Union im Aufwind

Die Unionsparteien haben in der Wählergunst kräftig zugelegt: Nach der ARD-Umfrage "Deutschlandtrend" verbesserten sich CDU und CSU in diesem Monat um vier Punkte auf 35 Prozent – und erreichten damit fast ihr Ergebnis der Bundestagswahl.
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Köln - Die Union erreichte der Umfrage zufolge mit 35 Prozent den besten Wert seit vier Monaten, Die SPD verharrt bei 31 Prozent. Der Zuwachs für die Union geht vor allem zu Lasten der FDP, die von 13 auf zehn Prozent fällt. Damit ziehen die Grünen mit 11 Prozent (-1) an der FDP vorbei. Die Linke kommt auf 8 Prozent (-1).

Auch die Werte für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben sich verbessert. Mit einem Plus von zehn Punkten und einem Zustimmungswert von 57 Prozent liegt sie auf der Beliebtheitsskala der Politiker nun wieder auf Platz zwei hinter Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 64 Prozent (+4). Mit der Arbeit von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sind 56 Prozent (-2) einverstanden. Es folgen SPD-Chef Kurt Beck mit 48 Prozent (+2), Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 44 Prozent (+4) und Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) mit 43 Prozent (+8).

Insgesamt wird die große Koalition wieder etwas positiver bewertet als im November. Zwar sind 70 Prozent noch immer unzufrieden mit der Arbeit der Regierung, im November waren es aber noch 79 Prozent. 29 Prozent (+10) sind derzeit mit der Arbeit der Koalition einverstanden.

Der Wirtschaftsaufschwung wird von den Bürgern zwiespältig bewertet. 49 Prozent haben das Gefühl, dass es in Deutschland tatsächlich aufwärts geht, 48 Prozent haben dies nicht. Für 2007 überwiegt die Skepsis. 61 Prozent befürchten, dass die Mehrwertsteuererhöhung den Aufschwung abwürgen wird. Nur 35 Prozent rechnen mit einer anhaltend guten Konjunktur. Mehrheitlich bestehen bleibt das Ungerechtigkeitsgefühl der Deutschen. 67 Prozent der Bürger finden, dass es in Deutschland alles in allem eher ungerecht zugeht.

Für die Sonntagsfrage wurden von Infratest dimap im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" von Montag bis Mittwoch 1500 Wahlberechtigte, für die übrigen Themen 1000 Bürger befragt.

reh/ddp