Bundesanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Ditib ein - DER SPIEGEL
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Umstrittener Islamverband Bundesanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Ditib ein

Neunzehn Imame standen unter Spionageverdacht, doch die Beweise reichten nicht aus: Die Bundesanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen den umstrittenen türkischen Islamverband Ditib eingestellt.
Moschee in Köln
Moschee in Köln

Moschee in Köln

Foto: Oliver Berg / dpa
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Gegen 19 Geistliche des Dachverbands der türkischen Moscheegemeinden (Ditib) wird nicht mehr wegen Spionageverdacht ermittelt. Dies teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

Die Imame hatten unter dem Verdacht gestanden, im Auftrag der türkischen Religionsbehörde Diyanet Anhänger der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen ausgespäht zu haben.

Bei fünf Beschuldigten wurde demnach die Ermittlungen wegen Geringfügigkeit eingestellt, bei sieben Beschuldigten aus Mangel an einem hinreichenden Tatverdacht. Gegen die anderen sieben kann wegen Verfahrenshindernissen nicht weiter ermittelt werden. Sie haben Deutschland verlassen und halten sich an unbekannten Orten auf.

Ditib hatte im Januar bestätigt, dass Imame des Verbands Informationen über Anhänger des in der Türkei als Staatsfeind gesuchten Predigers Gülen nach Ankara geschickt hatten.

Ditib werden rund 900 Moscheegemeinden in Deutschland zugerechnet. Der Verband untersteht letztlich der Kontrolle des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

als/AFP