Einigung bei Betreuungskosten: Bundesregierung gibt mehr Geld für Kita-Betrieb - DER SPIEGEL
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Einigung bei Betreuungskosten Bundesregierung gibt mehr Geld für Kita-Betrieb

Das Ziel war klar, über die Finanzierung wurde monatelang gestritten: Bis 2013 will die Koalition die Zahl der Krippenplätze für Kleinkinder verdreifachen. Nun hat sich der Bund bereit erklärt, seinen Anteil an den laufenden Betriebskosten der Kitas deutlich aufzustocken.
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Berlin - Bund und Länder einigten sich nach monatelangem Streit auf ein Finanzierungskonzept über den Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder. Nach dem heute von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgestellten Kompromiss beteiligt sich der Bund nun deutlich stärker an den Betriebskosten der Kindertagesstätten als bisher geplant.

Steinbrück kündigte an, dass der Bund insgesamt 2,15 Milliarden Euro an Investitionskosten und 1,85 Milliarden Euro der laufenden Betriebskosten übernimmt. Zudem vereinbarten die Koalitionspartner im Bund und die Länder einen verbindlichen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab 2013.

Bund und Länder hatten vor allem über die Aufteilung des Bundesanteils von vier Milliarden Euro an der angestrebten Verdreifachung der Kita-Plätze auf 750.000 bis 2013 gestritten. Die Länder setzten auf eine möglichst starke Beteiligung des Bundes an den laufenden Betriebskosten, um ein dauerhaftes Engagement zu sichern, der Bund wollte seinen Schwerpunkt bei den Investitionskosten setzen. Steinbrück hatte bisher mit drei Milliarden Euro den größten Teil der Bundesbeteiligung für den Bau der Krippen zur Verfügung stellen wollen.

Keine Einigung wurde im Streit um das vor allem aus der CSU geforderte Betreuungsgeld für Eltern gefunden, die ihre Kinder unter drei Jahren nicht in eine Kita schicken wollen. Die Union will ihnen einen finanziellen Ausgleich gewähren, in der Diskussion sind 150 Euro. Die Kosten für das Betreuungsgeld, das zeitgleich mit dem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz eingeführt werden soll, werden auf rund 2,7 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Die Länder wollen, dass der Bund diese Kosten übernimmt. Dies lehnt Steinbrück ab.

phw/Reuters/dpa/ddp