Exerzitien Seehofer will ins Kloster
München - Horst Seehofer will nach dem Streit um den Gesundheitskompromiss der Union zu Exerzitien (geistlichen Übungen) in ein Benediktinerkloster in der Oberpfalz. "Nirgendwo kann ich die Möbel in meinem Kopfe besser ordnen als in einem Konvent", sagte Seehofer der Illustrierten "Bunte". "Man lernt bei den Mönchen loslassen von den Zwängen." Sich selbst sieht der Politiker nicht als Quertreiber: "Ich bin weder Querdenker noch Querulant noch Quertreiber, ich bin schlicht und einfach standfest."
Seehofer sagte zudem, er habe Konsequenzen aus seiner verschleppten Herzmuskelentzündung vor zwei Jahren gezogen. "Das stressige Leben im Hamsterrad habe ich abgeschafft. Manche unterstellen mir aufreizende Gelassenheit." Ihm mache es nichts mehr aus, wenn man in seiner Abwesenheit über ihn rede. "Mir ist piepegal, ob auf einem vierseitigen Antrag an den Deutschen Bundestag auf Seite vier rechts oben noch ein Halbsatz eingefügt werden müsste", erklärte der Abgeordnete. "Aber vor allem danke ich dem lieben Gott, dass sich mein Herz in Größe und Pumpfunktion wieder völlig normalisiert hat."