FDP: Gerhardt warnt Möllemann - DER SPIEGEL
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FDP Gerhardt warnt Möllemann

FDP-Chef Wolfgang Gerhardt hat sich Jürgen Möllemann vorgeknöpft. Dieser solle mit dem NRW-Wahlergebnis "klug umgehen", warnte er Möllemann vor Ambitionen auf den Bundesvorsitz.
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Hamburg - Im kommenden Jahr werde er wieder für den Spitzenposten seiner Partei antreten, stellte Gerhardt in der "Welt am Sonntag" klar. "Ich halte an meiner Kandidatur ebenso fest, wie an den klaren politischen Zielen in einem unabhängigen Kurs der FDP", sagte Gerhardt der Zeit.

Gleichzeitig warnte Gerhardt indirekt seinen innerparteilichen Konkurrenten, den nordrhein-westfälischen FDP-Vorsitzenden Jürgen Möllemann, vor Ansprüchen auf den Parteivorsitz. "Das Wahlergebnis in Nordrhein-Westfalen ist ein großer Erfolg und auch mit Jürgen Möllemann verbunden. Es gehört allerdings auch die Fähigkeit dazu, mit diesem Wahlergebnis klug umzugehen", sagte Gerhardt.

Gerhardt wandte sich auch gegen Befürworter einer sozialliberalen Koalition auf Bundesebene in seiner Partei. "Es gibt keine Automatik, aber das nordrhein-westfälische Wahlergebnis ist ein Fingerzeig auf eine aus meiner Sicht notwendige Unabhängigkeit der FDP für Koalitionsbündnisse. Aber es enthält nicht die Aufforderung jetzt auf Bundesebene Koalitionen zu diskutieren, deren Entstehen überhaupt nicht ansteht."