FDP: Westerwelle statt Gerhardt? - DER SPIEGEL
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FDP Westerwelle statt Gerhardt?

Unmittelbar vor der Strategiekonferenz am Samstag in Mainz sprach sich der FDP-Fraktionsvorsitzende im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, erneut für Guide Westerwelle als Parteivorsitzenden aus.
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Berlin/Mainz - In der "Bild am Sonntag" sagte Kubicki, es müsse erlaubt sein, den amtierenden FDP-Chef Wolfgang Gerhardt in Frage zu stellen. Gerhardt sei nicht die richtige Person für eine erfolgreiche Bundestagswahl 2002.

Nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" (Samstag-Ausgabe) ist Parteichef Gerhardt unter bestimmten Umständen bereit, sein Amt als Parteivorsitzender an den bisherigen FDP-Generalsekretär Westerwelle abzugeben. Gerhardt klebe nicht an seinem Amt, zitiert das Blatt ein Mitglied der FDP-Führung. Der Parteichef wolle den Vorsitz aber nur abgeben, wenn der FDP-Zukunftskurs nicht entscheidend vom nordrhein- westfälischen Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann abhänge.

Dagegen wandte sich Baden-Württembergs FDP-Landesvorsitzender und Wirtschaftsminister Walter Döring gegen eine neue Personaldiskussion in seiner Partei. "Wolfgang Gerhardt sitzt ganz fest im Sattel", sagte er am Samstag im Deutschlandradio. Es gebe bisher nur einen Kandidaten für die Parteispitze, und das sei Gerhardt. "Wer gegen ihn antreten will, muss das schon selber sagen", meinte Döring. Statt sich in Personalfragen zu ergehen, müsse die FDP über Sachfragen auf sich aufmerksam machen.

Der stellvertretende Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen FDP, Andreas Pinkwart, hält FDP-Landeschef Möllemann für "nicht teamfähig und berechenbar genug". Das berichtet die "Rhein-Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe. Mit den ständigen Versuchen, Westerwelle zur Kampfkandidatur gegen Gerhardt zu drängen, schade er dem FDP- Generalsekretär. Zudem müsse Möllemann aufpassen, sich nicht mit den Dauer-Querelen selbst zu schaden, weil er alle Führungskräfte gegen sich aufbringe.

Möllemann hatte sich vergangene Woche erstmals öffentlich für FDP- Generalsekretär Westerwelle als Parteichef ausgesprochen und damit die Personaldebatte in der FDP erneut angeheizt. Auf ihrer Strategiekonferenz in Mainz wollen die Liberalen Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit der kommenden Jahre erörtern.