FDP: Westerwelle will Stoiber statt Merkel - DER SPIEGEL
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FDP Westerwelle will Stoiber statt Merkel

FDP-Chef Guido Westerwelle stellt sich öffentlich hinter den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, CSU. Von der CDU-Parteivorsitzenden Angela Merkel wendet er sich dagegen demonstrativ ab.
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Berlin - "Früher hat es immer geheißen, dass CSU und FDP in keinem Punkt zusammen finden können. Ich stelle fest, dass ich mit dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber gut zusammenarbeite und auch einen sehr guten Draht zu ihm habe", sagte Westerwelle der "Welt am Sonntag". Er bezeichnete den bayerischen Ministerpräsidenten als "sehr führungsstark". Im derzeitigen Streit zwischen den Unionsparteien stellte sich Westerwelle ausdrücklich hinter den CSU-Politiker: "Stoiber sagt genau wie wir: Die soziale Marktwirtschaft von Ludwig Erhard ist das Erfolgsmodell der Zukunft."

Der FDP-Politiker attackierte das von Merkel ausgearbeitete Konzept einer "Neuen Sozialen Marktwirtschaft". Es erwecke den Eindruck, als sei die soziale Marktwirtschaft in Zeiten der Globalisierung gescheitert, sagte er in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Dies sei aber nicht der Fall.

Stoiber äußerte sich am Wochenende vorsichtig zu einer möglichen Kanzlerkandidatur. In der "Bild am Sonntag" verwies er auf den Wunsch seiner Familie, in München zu bleiben. Eine Kandidatur sei allerdings "keine private, sondern eine politische Entscheidung", sagte er.