Feldpost-Affäre der Bundeswehr Auch "Feldkisten" wurden aufgebrochen
Berlin - Die Feldpostaffäre bei der Bundeswehr weitet sich aus: Nach Briefen seien jetzt auch "Feldkisten" von Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz aufgebrochen worden, berichtet die "Bild am Sonntag" (BamS) unter Berufung auf einen Sprecher des Verteidigungsministeriums.
In diesen Kisten werden persönliche Dinge wie Uniform und Ausrüstung der Soldaten von privaten Logistikfirmen in die und aus den Einsatzgebieten transportiert. Die "Feldkisten" werden den Angaben zufolge mit Vorhängeschlössern gesichert, die offenbar aufgebrochen wurden. Ob und was gestohlen wurde, sei unklar.
In der kommenden Woche soll der Untersuchungsbericht zu den geöffneten Feldpostbriefen von Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan veröffentlicht und an den Verteidigungsausschuss übergeben werden. Dieser kommt laut "BamS" zu dem Ergebnis, dass Bundeswehr und Post keine Schuld treffe. Es handele sich vielmehr um Einzelfälle und nicht um eine gezielte Kontrolle oder Diebstahl der Soldatenpost.