Fischer Wurst wird weiter verkauft
Berlin - "Risikomaterial wie Hirn wird nach unserem Kenntnisstand seit Jahr und Tag nicht mehr in Wurst verarbeitet", sagte Fischer bei der Vorstellung des Ernährungsberichts 2000 in Berlin. Die Frage der Sicherheit von Wurst werde aber weiter untersucht. An diesem Donnerstag werde sich der neu gebildete Arbeitskreis BSE aus Bund, Ländern und Wissenschaft mit der Wurst beschäftigen.
Es gebe eine Deklarationspflicht für die Inhalte von Wurst, sagte Fischer. Der Verbraucher solle beim Kauf aber auch immer nachfragen, ob Rindfleisch in der Wurst enthalten sei. Er müsse dann selber entscheiden, ob er zugreifen wolle. "Ich würde sie persönlich nicht kaufen", sagte Fischer. Die Ministerin der Grünen betonte erneut, dass keine hundertprozentige Sicherheit für deutsches Rindfleisch garantiert werden könne. EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne hatte zuvor einen Verkaufsstopp von Wurst ins Gespräch gebracht. Byrne habe sich nicht die Mühe gemacht, Begründungen für seine Forderungen anzugeben, kritisierte Fischer.
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Ernährungswissenschaftler empfahlen den Verzicht auf Wurst, wenn Unsicherheit über den Inhalt bestehe. Bedenklich seien vor allem Kochwürste und Saumagen, da in diesen Lebensmitteln viel Innereien verwendet würden. Grundsätzlich gelte: Je weiter das verwendete Fleisch von Hirn und Rückgrat entfernt sei, umso sicherer werde es. Zur Vorsicht rieten Experten bei gastronomischen Betrieben, die Kraftbrühe oder Knochenextrakt zum Würzen benutzen könnten.