Flugaffäre Eichel will "Rede und Antwort stehen"
Berlin - Der SPD-Politiker will dem Haushaltsausschuss am 17. Januar über seine umstrittenen Flüge mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr berichten. "Wir werden Rede und Antwort stehen", sagte ein Sprecher der "Frankfurter Rundschau".
Zugleich korrigierte er die am Mittwoch vorgelegte Auflistung der Flüge zwischen Berlin und Frankfurt/Main. Eichel sei in diesem Jahr 29 und nicht 30 Mal mit Luftwaffen-Jets zwischen beiden Städten gependelt.
Nach Ansicht der Grünen-Finanzexpertin Christine Scheel wird die Diskussion über einzelne Flüge "falsch geführt". An den dienstlichen Anlässen hege sie keinen Zweifel, sagte Scheel der Zeitung. Sie forderte eine Debatte über die Flugbereitschaft. Mehr Transparenz sei nötig. Dazu könne eine Privatisierung beitragen. Denkbar wäre auch, die Kosten auf einzelne Ressorts umzulegen.
Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, alle Flüge von Politikern mit der Flugbereitschaft im Haushaltsausschuss offen zu legen. "Grauzonen darf es in Zukunft nicht mehr geben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass künftig alle Flüge, auch die Inlandsflüge, mit der Flugbereitschaft dem Haushaltsausschuss des Bundestages mitgeteilt", sagte er der "Bild"-Zeitung.