Erdgasförderung Bundestag billigt Fracking-Kompromiss
Fracking
Foto: David McNew / Getty ImagesDer Bundestag hat neue Vorschriften für das umstrittene Fracking beschlossen. Die Abgeordneten verabschiedeten am Freitag mit einer Mehrheit von 436 Stimmen ein Gesetzespaket, das der Technologie engere Grenzen setzt. 119 Abgeordnete stimmten dagegen, neun enthielten sich. In dieser Woche hatten sich Union und SPD doch noch auf einen Kompromiss verständigt.
Beim Fracking wird Erdgas und Erdöl aus schwer zugänglichen Gesteinsschichten gewonnen. Dabei wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst, um das undurchlässige Gestein aufzuspalten. Die Technik wird seit Jahrzehnten in Deutschland genutzt, um vor allem Erdgas zu gewinnen.
Fracking in Schiefer-, Ton-, Mergel- oder Kohleflözgestein - das sogenannte unkonventionelle Fracking - wird demnach künftig ganz verboten. Bei Sandstein soll Fracking stärker eingeschränkt werden als zunächst von der Regierung geplant und unter anderem in Wasserschutz- und Heilquellenschutzgebieten sowie in Einzugsgebieten von Mineralwasservorkommen verboten werden. Daneben soll es auch strengere Regeln für die Flüssigkeiten geben, die in den Boden gepresst werden.
Der Opposition und Umweltschutzorganisationen gehen diese Neuregelungen aber immer noch nicht weit genug. Sie fordern ein generelles Fracking-Verbot.