Fusion mit Linkspartei WASG beginnt Urabstimmung
Berlin - Die Abstimmungsunterlagen würden zum Versand vorbereitet, berichtete Parteisprecher Björn Radke. Bis zum 31. März haben die rund 11.800 Mitglieder Zeit zu erklären, ob sie den Parteibildungsprozess fortsetzen wollen oder nicht. Radke äußerte sich zuversichtlich, dass das Vorhaben eine Mehrheit findet.
Die bundesweite Urabstimmung soll den Fusionsgegnern den Wind aus den Segeln nehmen, die das Projekt zu gefährden drohen. Widerstand gegen den bis Sommer 2007 geplanten Zusammenschluss zu einer neuen linken Partei gibt es vor allem in den Landesverbänden Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, wo der Linkspartei.PDS ihre Beteiligung an den rot-roten Landesregierungen zum Vorwurf gemacht wird.
Parallel dazu läuft bis Dienstag eine Urabstimmung im Berliner Landesverband, die dessen Vorhaben absegnen soll, bei der Landtagswahl im September gegen die Linkspartei anzutreten. Dafür hatte sich am vorvergangenen Wochenende ein Landesparteitag mit großer Mehrheit ausgesprochen. Das Kooperationsabkommen beider Parteien schließt konkurrierende Kandidaturen allerdings aus.
Der Vorsitzende der Links-Fraktion im Bundestag, Oskar Lafontaine, sieht keine Probleme für den Fusionsprozess. Es gebe lediglich einen Sonderfall in Berlin, wo die WASG in Opposition zum Berliner Senat gegründet worden sei, sagte Lafontaine heute nach einer Sitzung des Fraktionsvorstands in Mannheim.
ler/AP/ddp