Gauck: Neuer Job - DER SPIEGEL
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Gauck Neuer Job

Nach zehnjähriger Amtszeit wurde der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Joachim Gauck, verabschiedet. Jetzt erhält er eine TV-Sendung.
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Berlin - Innenminister Otto Schily (SPD) überreichte Gauck, 60, die Entlassungsurkunde. Schily würdigte die Leistungen Gaucks bei der Herstellung der inneren Einheit. Dies sei über Parteigrenzen hinweg unbestritten, sagte Schily. Gauck habe geholfen, Misstrauen zwischen den Menschen zu überwinden.

Die Aufarbeitung der SED-Diktatur bleibe eine langfristige Notwendigkeit. Der SPD-Politiker hob hervor, auch im Westen seien couragierte Bürger keine Selbstverständlichkeit. Gauck sei ein Mensch des aufrechten Gangs, der der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit entscheidende Impulse gegeben habe.

Als Nachfolgerin Gaucks wurde Marianne Birthler in ihr Amt eingeführt. Schily übergab der 52-jährigen Grünen-Politikerin die Ernennungsurkunde. Birthler mahnte eine weitere konsequente Auseinandersetzung mit dem DDR-Unrecht an. Dies müsse auch im Interesse künftiger Generationen geleistet werden.

Gauck bekommt in der ARD vom 10. Januar an eine eigene TV-Sendung. Im wöchentlichen Wechsel mit dem Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland und TV- Moderator, Michel Friedman, werde er mittwochs live "mit einem hochkarätigen Gast" über ein aktuelles Thema diskutieren. Das kündigte die Fernsehchefredakteurin des Hessischen Rundfunks, Luc Jochimsen, an. Friedman moderiert seit mehr als zwei Jahren im Hessen-Fernsehen die Diskussionssendung "Vorsicht! Friedman".

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