Geburtendefizit: Deutschland schrumpft - DER SPIEGEL
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Geburtendefizit Deutschland schrumpft

Die Deutschen werden immer weniger. Das Geburtendefizit hat sich im vergangenen Jahr erneut vergrößert. Es wurden nicht nur weniger Babys geboren - auch die Zahl der Hochzeiten sank.
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Wiesbaden - Im vergangenen Jahr seien in Deutschland 144.000 mehr Menschen gestorben als geboren worden, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dies sei nach 2003 das zweithöchste Geburtendefizit seit der Wiedervereinigung gewesen. 2003 waren 147.000 mehr Menschen gestorben als zur Welt gekommen.

In Deutschland wurden 2005 insgesamt 686 000 Kinder lebend geboren, 2,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Gleichzeitig starben 830.000 Menschen, ein Plus von 1,5 Prozent. Die Zahl der Deutschen sank deshalb um rund 65.000 auf nunmehr rund 82,4 Millionen.

Die Zuwanderung ändert am Trend nichts: Insgesamt zogen im vergangenen Jahr zwar 79.000 Menschen mehr nach Deutschland als von hier weg, aber das reichte nicht, um das Geburtendefizit auszugleichen.

Erstmals wurden 2005 in Deutschland mehr als 200.000 uneheliche Kinder geboren. Ihr Anteil erreichte im vergangenen Jahr 29 Prozent, fast eine Verdopplung seit 1991. Damals hatten erst 15 Prozent der Kinder Eltern, die nicht miteinander verheiratet waren. Die Zahl der Eheschließungen sank im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2004 um 1,9 Prozent auf 388.000. Der beliebteste Heiratsmonat war der Mai, in dem sich 57.000 Paare vor dem Standesbeamten das Jawort gaben.

als/dpa/ddp