Gedenken: Holocaust-Mahnmal wird eingeweiht - DER SPIEGEL
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Gedenken Holocaust-Mahnmal wird eingeweiht

Rund 1000 Gäste werden heute in Berlin zur Einweihung des Holocaust-Mahnmals erwartet. Das 19.000 Quadratmeter große Stelenfeld nahe des Brandenburger Tors ist den sechs Millionen Juden gewidmet, die während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Unter den Gästen des großen Festaktes, der um 14 Uhr in Berlin beginnt, befinden sich Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzler Gerhard Schröder, Bundestagspräsident und Kuratoriumschef Wolfgang Thierse, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, sowie zahlreiche Vertreter der Jüdischen Gemeinden Europas und Holocaust-Überlebende.

Die Veranstaltung wird von scharfen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Auch international stößt sie auf großes Medieninteresse.

Das vom amerikanischen Architekten Peter Eisenman, der auch an der Eröffnung teilnimmt, auf einem 19.000 Quadratmeter großen Areal geschaffene Mahnmal ist den sechs Millionen ermordeten Juden Europas gewidmet. Es besteht aus einem begehbaren, wellenförmig angelegten Feld von mehr als 2700 Betonstelen und einem unterirdischen "Ort der Information", der vor allem das Schicksal der Opfer dokumentiert.

Nach Ansicht Thierses wird das Stelenfeld eine tief greifende Wirkung auf seine Besucher ausüben. Das Holocaust-Denkmal sei eine stete Mahnung, sich der eigenen Geschichte zu stellen, sagte er im RBB-Inforadio. Es zeige, wie gefährdet Demokratie und Humanität seien.