Was hat das mit mir zu tun? Frisches Bargeld vom Supermarkt
In der digitalen Zukunft braucht es bald vielleicht nicht mehr als ein Handy in der Tasche, wenn man die eigenen vier Wände verlässt. In dem Gerät wäre dann eine Bezahlfunktion integriert, ein digitaler Schlüssel für die Wohnungstür und eine App, mit der man seinen autonom fahrenden Wagen steuern kann. Münzen und Scheine könnte man dann im Prinzip auch ganz abschaffen. Doch solange noch mit Bargeld gezahlt wird, sollte es auch allen zugänglich sein. Die EU hat sich jüngst darauf geeinigt, dass es künftig europaweit möglich sein soll, Geld auch in Supermärkten abzuheben. Das soll verpflichtend auch dann gelten, wenn man ansonsten nichts in dem Laden einkauft. Weil immer mehr Menschen mit Karte oder per Handy oder Smartwatch zahlen, gibt es immer weniger Geldautomaten. In den Niederlanden finden in Geschäften nur noch 22 Prozent der Zahlungen mit Bargeld statt, im kleinsten EU-Land Malta sind es hingegen 67 Prozent. Deutschland liegt mit 53 Prozent im Mittelfeld. Gerade für ältere Menschen im ländlichen Raum wird der Mangel an Geldautomaten zu einem echten Problem. Manche, die Barzahlung bevorzugen, wünschen sich den Erhalt der Anonymität oder finden, mit Bargeld überblicke man die eigenen Finanzen besser. Doch allein im vergangenen Jahr sank die Zahl der Geldautomaten in Deutschland um drei Prozent auf unter 50.000 Maschinen. Auch wenn Lebensmittel bereits oft online bestellt werden, Supermärkte wird es weiter geben – und damit die Möglichkeit, an Bares zu kommen.