Glogowski: "Wollte mich niemals bereichern" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Glogowski "Wollte mich niemals bereichern"

Niedersachsens Ex-Ministerpräsident Gerhard Glogowski sagt vor dem Untersuchungsausschuss im niedersächsischen Landtag aus. Die Sitzung begann in äußerst gereizter Atmosphäre.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hannover - Niedersachsens Ex-Ministerpräsident Gerhard Glogowski (SPD) hat sich gegen die Vorwürfe finanzieller Vorteilsnahme verteidigt. "Ich habe mich niemals zu Lasten unseres Landes Niedersachsen bereichern wollen", sagte Glogowski am Montag zu Beginn seiner Aussage im Untersuchungsausschuss des Landtages in Hannover. Glogowski war Ende November nach zahlreichen Berichten um finanzielle Ungereimtheiten in seinem Umfeld zurückgetreten.

Der ehemalige Regierungschef betonte, er habe die Verantwortung für mögliche Versäumnisse übernommen. "Auch dann, wenn es sich nicht um meine Nachlässigkeiten handelt, habe ich die Verantwortung dafür übernommen." Glogowski erklärte, er könne zu den Einzelheiten der Vorwürfe kaum etwas sagen. Als Regierungschef habe er sich aus zeitlichen Gründen nicht um die Einzelheiten von Abrechnungsmodalitäten kümmern können.

Glogowskis Anwalt Götz vom Fromberg sorgte zu Beginn mit einer schriftlichen Erklärung für Unmut bei den Abgeordneten der Opposition. Fromberg griff die Ausschussmitglieder Hartmut Möllring (CDU) und Michel Golibrzuch (Grüne) wegen Vorverurteilungen scharf an. "Es liegt auf der Hand, dass mein Mandant so ein faires Verfahren auf keinen Falle erwarten kann." Fromberg sagte, Glogowski habe im Gegensatz zu vielen anderen Politikern die Konsequenzen aus den Vorwürfen gegen ihn längst gezogen.