"Gorch Fock": Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein - DER SPIEGEL
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"Gorch Fock" Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Monatelang stand die Ausbildungscrew  der "Gorch Fock" in der Kritik, doch einen Prozess wird es nicht geben: Die Kieler Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen zum tödlichen Sturz einer Offiziersanwärterin auf dem Segelschulschiff eingestellt.
"Gorch Fock": Was wird aus dem Segelschulschiff?
"Gorch Fock": Was wird aus dem Segelschulschiff?

"Gorch Fock": Was wird aus dem Segelschulschiff?

Foto: Stuart Franklin/ Getty Images
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Kiel - Die Mutter der tödlich an Bord der " Gorch Fock" verunglückten Sarah Lena S. blieb mit ihrer Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung ohne Erfolg. Es hätten sich keine zureichenden Anhaltspunkte für strafrechtlich zu bewertendes Fehlverhalten von Verantwortlichen der Schiffsführung, Mitgliedern der Besatzung oder sonstigen Angehörigen der Marine ergeben, teilte die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Donnerstag mit.

Eine 25 Jahre alte Offiziersanwärterin war im vergangenen November bei der Segelvorausbildung im Hafen von Salvador da Bahia (Brasilien) aus der Takelage gestürzt. Nach Medienberichten hatte die Kadettin sieben Mal Auf- und Abentern müssen.

Für die Ausbilder sei bei der Kadettin zum Zeitpunkt des Unglücks zwar eine "Belastungssituation, aber keine Überlastungssituation erkennbar" gewesen, erklärte die Sprecherin zum Abschluss der Ermittlungen. "Im Ergebnis liegen keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine objektive Pflichtverletzung vor, sodass von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abzusehen war."

Nach dem Tod der 25-Jährigen aus der Takelage der "Gorch Fock" war die Ausbildung auf dem Segelschulschiff in die Kritik geraten. Die Frau war am 7. November 2010 im brasilianischen Hafen von Salvador da Bahia im Rahmen der Segelvorausbildung aus 27 Meter Höhe auf Deck gestürzt. Anschließend gab es Vorwürfe, an Bord würden Kadetten drangsaliert.

Die Offiziersausbildung auf der "Gorch Fock" ruht zur Zeit, über die Zukunft des Segelschulschiffs ist bislang noch nicht abschließend entschieden. Marine und Verteidigungsministerium wollten unter anderem zunächst die Ergebnisse der staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen des Verdachts einer fahrlässigen Tötung abwarten.

als/dpa/dapd/AFP

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