Gorleben 5000 Castor-Gegner
Gorleben/Düsseldorf - "Wir werden uns wie immer querstellen", sagte Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: "Der Atomausstieg ist eine Lüge." Jakob von Uexküll, Grüner und Stifter des Alternativen Nobelpreises, verurteilte die geplanten neuen Atommülltransporte ins Ausland scharf. "Wenn Regierungen ihre zentralen Ziele verraten, müssen wir für mehr Gegendruck im Interesse der Demokratie sorgen", sagte Uexküll unter Beifall.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnte vor einer überstürzten Wiederaufnahme der Atommülltransporte ins Ausland. Die Polizei benötige mindestens sechs Monate Vorbereitungszeit, um die Maßnahmen zur Begleitung der Transporte zu ergreifen, sagte der GdP-Vorsitzende Norbert Spinrath in einem dpa-Gespräch. Bislang seien die Atommülltransporte ins Ausland von der Öffentlichkeit und Atomkraftgegnern weitgehend unbeachtet geblieben. Dies werde sich aber nach dem Ausstiegskonsens ändern, sagte Spinrath.
An die Bundesregierung appellierte Spinrath, nicht nur mit den Kraftwerkseignern, sondern auch mit den Atomkraftgegnern einen "Transportkonsens" herzustellen. "Ich habe keine Lust, mir wieder verletzte Kolleginnen oder Kollegen anzusehen, die derartige Transporte begleiten." Wenn für die neuen Transporte ins Ausland demnächst rund 30.000 Polizeibeamte abgestellt werden müssten, werde dies auch zu Lasten der Bürger gehen.