Grüne: Absturz der Parteifinanzen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Grüne Absturz der Parteifinanzen

Die letzten Wahlen sind schlecht gelaufen für die Grünen - insofern hielt sich auch die staatliche Erstattung der Wahlkampfkosten in engen Grenzen. Die Folge: In der Parteikasse fehlen 3,8 Millionen Mark. Nun will der grüne Schatzmeister erstmal die Mitgliedsbeiträge anheben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Das sagte Bundesschatzmeister Dietmar Strehl der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag in Berlin. Die Stimmenverluste bei den Kommunal-, Landtags- und Europawahlen hätten darüber hinaus dazu geführt, dass die Spenden massiv zurückgegangen seien.

Um die Finanzmisere zu beenden, will Strehl die Zahl der Delegierten auf Parteikongressen reduzieren und die Mitgliedsbeiträge um 1,50 Mark anheben. Andernfalls müssten der Öko- und der Solidaritätsfonds aufgelöst werden, betonte Strehl.

Für jede Wählerstimme zahlt der Staat 70 Pfennig Kostenerstattung. Die Grünen verloren bei den Landtagswahlen in diesem Jahr rund ein Drittel ihrer Stimmen, bei der Europawahl waren es 1,7 Millionen Stimmen. Allein wegen der Europawahl fehlen nun 1,2 Millionen Mark in der Parteikasse.

Mehr lesen über