Hausmitteilung Friedrich Merz, Panamakanal, Hazel Brugger, DEIN SPIEGEL
Friedrich Merz
DER SPIEGEL
Selten ist man live dabei, wenn das eigene Land in eine schwere Krisensituation rutscht. Auch SPIEGEL-Autor Konstantin von Hammerstein und seine Kolleginnen und Kollegen aus dem Hauptstadtbüro hatten nicht damit gerechnet, dass CDU-Chef Friedrich Merz am Dienstagmorgen bei der Kanzlerwahl im ersten Anlauf durchfallen würde. Sie verfolgten die Wahl im Bundestag, und so waren sie dabei, als die Spitzen von Union und SPD den ganzen Tag über in einer verzweifelten Pendeldiplomatie versuchten, die verfahrene Situation zu retten. Sie erlebten die Ratlosigkeit der Abgeordneten, ihren Frust, ihr Entsetzen über die mindestens 18 »Verräter« aus den eigenen Reihen, aber auch die hämische Freude bei der AfD. In Gesprächen mit Beteiligten rekonstruierten sie für die Titelgeschichte die dramatischen Stunden im Bundestag. »Über dieser Koalition hängt nun ein Schatten«, sagt Hammerstein, »und es ist völlig offen, ob sie ihn jemals loswerden wird.«
Panamakanal
Santiago Mesa / DER SPIEGEL
Rund sechs Prozent des globalen Seefrachtverkehrs passieren den Panamakanal, die kürzeste Verbindung zwischen den beiden größten Weltmeeren, Pazifik und Atlantik. SPIEGEL-Reporter Alexander Smoltczyk (l.) wollte wissen, wie die Region damit umgeht, dass die Regierung Trump ihre Autonomie einschränken will. Er sprach unter anderen mit dem Fischer Erik aus Colón. Als Smoltczyk im Kontrollturm der Cocolí-Schleuse angeboten wurde, die Schleusentore zu bedienen, hatte er zunächst Bedenken. »Da wartete ein chinesischer Megafrachter mit 10.000 Containern auf die Weiterfahrt an die Ostküste der USA. Ich hatte das irritierende Gefühl, jetzt per Mausklick eine Handelsbilanz gewaltig ins Minus versetzen zu können.« Eine kurze Verzögerung, dann öffneten sich die Schleusentore. »In Panama hat man genügend Erfahrung im Umgang mit Schleusen. Irgendwann öffnet sich jedes Tor wieder«, sagt Smoltczyk.
Hazel Brugger
Miriam Stanke / DER SPIEGEL
Die Schweizer Komikerin Hazel Brugger (M.) ist für bissigen Humor bekannt, nun wird sie kommende Woche als Moderatorin des Eurovision Song Contest vor Millionen TV- und YouTube-Zuschauern auftreten. Autorin Anja Rützel (l.) und Redakteurin Carola Padtberg wollten wissen, wie die 31-Jährige ihren Zynismus mit der harmlosen Freundlichkeit des Musikwettbewerbs in Einklang bringen will. Dazu lud Brugger in ihr fast fertig saniertes Wohnhaus nach Südhessen ein. »Ein interessanter Ausflug, denn Hörerinnen und Hörer ihres Podcasts kennen das Hausprojekt allzu gut«, sagt Rützel. Im Podcast witzeln Brugger und ihr Mann häufig über Pleiten und Pannen der Bauphase. Auf die Besichtigung einer Lüftung, die versehentlich an ein Abwasserrohr der Toilette angeschlossen worden sei, verzichteten die Journalistinnen – Brugger hatte in typisch drastischen Worten vor deutlichem Gestank gewarnt.
DEIN SPIEGEL
Ob Erwachsene, Kinder oder Jugendliche – mehr als jeder zweite Mensch in Deutschland spielt Videospiele. Von denen gibt es mittlerweile Zehntausende. Und jeden Tag erscheinen weitere. In der neuen Ausgabe von DEIN SPIEGEL, dem Nachrichten-Magazin für Kinder, werden 15 Games empfohlen, die es wert sind, auf PC, Konsole oder Handy installiert zu werden. Außerdem im Heft: Brauchen wir mehr Soldatinnen und Soldaten? Warum Deutschland jetzt aufrüstet. Und: Linh Tran, 29, ist Weltmeisterin im Tischkickern. Wie sie ihren Titel verteidigen will. DEIN SPIEGEL erscheint am Dienstag.