Hintergrund Schröders 5-Punkte-Programm
Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat in seiner Regierungserklärung die deutsche Haltung in der Irak-Krise in einem fünf Punkte umfassenden Plan vorgelegt. Darin heißt es wörtlich:
1. Resolution Nummer 1441 enthält keinen Automatismus zur Anwendung
militärischer Gewalt. Vordringliche Aufgabe ist es, sämtliche
Mittel zur friedlichen Konfliktlösung auszuschöpfen und in ihrer
Anwendung zu optimieren.
2. Der Irak muss umfassend und aktiv mit dem Sicherheitsrat und den
Waffeninspektoren kooperieren. Wir brauchen eindeutige Klarheit
über Massenvernichtungsmittel im Besitz des Irak und, so es sie
gibt, deren endgültige Abrüstung.
3. Die Entscheidungskompetenz über den Fortschritt der
Inspektionen und sämtliche eventuellen Konsequenzen liegt
ausschließlich beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
4. Entscheidendes Instrument für die Beseitigung verbotener
irakischer Rüstungsprogramme ist und bleibt ein wirksames
Inspektions- und Verifikationsregime. Es muss ausgebaut und den
Erfordernissen entsprechend verstärkt werden.
5. Unser Ziel ist es, dauerhafte Strukturen für die Eindämmung
vom Irak ausgehender Gefahren, für Abrüstung und Stabilität in
der gesamten Region zu schaffen.