Hochwasserschäden Bund zahlt Bayern 160 Millionen Euro
Berlin - Nach bayerischen Angaben belaufen sich die Schäden ersten Schätzungen zufolge auf rund 172 Millionen Euro. Justizminsterin Brigitte Zypries (SPD) sagte, es sei ein Signal der Solidarität, dass der Bund den Freistaat nicht allein lasse. Allein 99 Millionen Euro der Hilfssumme gehen in den Jahren 2006 bis 2008 in das bayerische Hochwasserschutzprogramm.
Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) versprach den Bauern in Bayern Soforthilfen. Auch Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) sicherte zu, die Schäden an Eisenbahnstrecken und Fernstraßen zügig zu beseitigen.
Zypries sagte, das Soforthilfeprogramm von Bund und dem Freistaat Bayern unterstütze geschädigte Privathaushalte, Bauern und Unternehmer und stelle Geld für beim Hochwasser beschädigte Brücken, Straßen und Bahnlinien bereit. An betroffene Familien würden bis zu 2500 Euro von den bayerischen Behörden ausgezahlt. Zypries leitet die gemeinsame Arbeitsgruppe von Bund und Freistaat.
Den vom Hochwasser geschädigten Bauern in Bayern versprach Künast, der Bund stelle bis zu 2,5 Millionen Euro für Ernteschäden bereit. Künast erklärte: "Der beste Hochwasserschutz heißt: Wiedergewinnung von Überschwemmungsgebieten." Deshalb begrüße die Bundesregierung die Initiative Bayerns, das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020 beschleunigt umzusetzen.
Die Beseitigung der Schäden an Bundesstraßen und Bahnlinien solle nach Angaben Stolpes vom Bund allein getragen werden und rasch anlaufen. "Damit haben die betroffenen Regionen und ihre Städte und Gemeinden die Möglichkeit, die Folgen des Hochwassers schnell zu überwinden", sagte Stolpe. Nach ersten Erhebungen beliefen sich die Kosten an Straßen auf bis zu acht Millionen Euro, die an Bahnstrecken auf rund zehn Millionen Euro.