Höhn Weitere Mastskandale möglich
Berlin - Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hält weitere Mastskandale in anderen Bundesländern für möglich. Sie verwies am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" darauf, es habe in ihrem eigenen Bundesland beispielsweise einen Kälbermastskandal gegeben. Als Gegenmaßnahme forderte sie scharfe Kontrollen. "Das ist wirklich eine große Gefahr, momentan bricht der Antibiotika-Schutz weg. Es gibt mittlerweile Menschen, die sterben, weil kein Antibiotikum mehr wirkt." Diejenigen, die illegal Leistungsförderer einsetzten, müssten aufgespürt und zur Rechenschaft gezogen werden. Ihnen warf sie vor, für die Schweine ähnliche Doping-Cocktails wie für Radsportler bei der Tour de France zusammenzumixen.
Höhn sprach sich zudem für eine umfassende Verbannung von Antibiotika im Tierfutter aus. Sie hielt es für sinnvoll, alle Futtermittelzusatzstoffe mit antibiotischer Wirkung verbieten zu lassen. "Das sind teilweise sogar Stoffe, die als Medikamente nicht mehr gegeben werden dürfen, was ganz absurd ist."