Holocaust-Mahnmal Geschäftsführerin Quack gibt auf
Berlin - Mitglieder des Stiftungs-Kuratoriums hatten der Historikerin vorgeworfen, sie nicht rechtzeitig darüber informiert zu haben, dass für den Graffitischutz des Mahnmals ein Degussaprodukt vorgesehen war.
Zum offenen Schlagabtausch war es deshalb zwischen Quack und der Mahnmal-Initiatorin Lea Rosh gekommen. Rosh hatte sich für den Ausschluss von Degussa stark gemacht, weil deren Tochterfirma Degesch einst Zyklon B für den Massenmord an den Juden geliefert hatte. Quack wollte an dem Unternehmen festhalten und setzte sich in dieser Angelegenheit durch.
Am Donnerstag vergangener Woche beriet der Kuratoriumsvorstand die delikate Personalangelegenheit. Durch einen Brief, in dem Quack ihren Verzicht auf eine Vertragsverlängerung bekannt gab, kam sie dem erwarteten Rausschmiss zuvor.