#IchbinDresden: Dresdner gegen Pegida - DER SPIEGEL
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Internetaktion #IchbinDresden Dresdner zeigen Haltung gegen Pegida

Dresden steht für Pegida und eine ausländerfeindliche Gesinnung? Auf keinen Fall, beteuern viele Einwohner der sächsischen Landeshauptstadt - und halten nun mit einer Fotoaktion im Internet dagegen.
Schüler Jakob Pfeil macht auch mit und wünscht sich eine "menschliche und gewaltfreie Zukunft"
Schüler Jakob Pfeil macht auch mit und wünscht sich eine "menschliche und gewaltfreie Zukunft"

Schüler Jakob Pfeil macht auch mit und wünscht sich eine "menschliche und gewaltfreie Zukunft"

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Seit einem Jahr gehen die Anhänger der fremdenfeindlichen Bewegung Pegida in Dresden regelmäßig auf die Straße. Aufnahmen und Parolen der streitbaren Organisation und der Teilnehmer gehen um die Welt. Ein solches Bild ihrer Stadt wollen viele Einwohner nicht länger hinnehmen. Kurz vor der Jubiläumskundgebung von Pegida am kommenden Montag kontern sie daher mit einer breiten Internetaktion.

Unter dem Hashtag #IchbinDresden stehen auch zahlreiche Prominente und Politiker auf dem Kurznachrichtendienst Twitter für Weltoffenheit und Toleranz ein. So hält etwa Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf einem Foto ein handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift "Ich bin Dresdner! Ich gehe nicht zu Pegida".

Oder der Rektor der Technischen Universität der Stadt, Hans Müller-Steinhagen.

Eine Forscherin der Universität schreibt "Alle Menschen gehören zu Dresden".

Auch die Jugend macht mit. Schüler Jakob Pfeil wünscht sich eine "menschliche und gewaltfreie Zukunft".

Weitere Beiträge dazu finden sich hier bei Twitter  oder bei Facebook .

Polizei bereitet Großeinsatz vor

Ungeachtet dessen bereitet sich die Polizei zur Veranstaltung am Montag auf einen Großeinsatz vor. Sie rechnet angesichts der überregionalen Mobilisierung von Anhängern und Gegnern der fremdenfeindlichen Bewegung mit Zehntausenden Demonstranten. Polizeipräsident Dieter Kroll forderte alle auf, durch Besonnenheit und eigenes Beispiel dafür zu sorgen, dass die Aktionen gewaltfrei bleiben.

Unter dem Motto "Herz statt Hetze" riefen Parteien, Gewerkschaften, Vereine und Initiativen zu Demonstrationen gegen Pegida in Dresden auf. Alle zusammen hätten das Interesse, "diesen ersten Jahrestag der Pegida-Bewegung so zu gestalten, dass er für Pegida kein Erfolg wird", sagte Silvio Lang vom Bündnis Dresden Nazifrei. "Wir möchten unsere Innenstadt mit Menschen füllen, für die Menschenwürde und Empathie keine leeren Worte sind", meinte Rita Kunert, die selbst einen von fünf Sternläufen gegen die fremden- und islamfeindliche Bewegung angemeldet hat.

Die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" wollen den Jahrestag ihrer ersten Kundgebung auf dem Theaterplatz vor der Semperoper mit einer Jubiläumskundgebung feiern. Pegida-Chef Lutz Bachmann kündigte zahlreiche Redner aus dem europäischen Ausland an.

yes/dpa