IG Metall Wer wird Chef?
Huber müsse "endlich erklären, ob er bei der Wahl in zwei Jahren für den Vorsitzendenposten kandidieren will oder nicht", verlangt der Berliner Bezirksleiter Hasso Düvel. Es dürfe "nicht sein, dass in der IG Metall inzwischen jede Sachentscheidung von Personalspekulationen überlagert wird".
Düvel hat damit öffentlich ausgesprochen, was in der Organisation seit Monaten kritisiert wird: Die Gewerkschaftsarbeit werde durch den Wettlauf um den Chefposten erheblich belastet. Für die Nachfolge sind sowohl Zwickels Stellvertreter Jürgen Peters als auch Huber im Gespräch, der als Favorit Zwickels gilt. So hat der IG-Metall-Chef mit dafür gesorgt, dass Huber praktisch alle wichtigen Tarifprojekte der nächsten Zeit verhandeln darf, damit dieser sich profilieren kann.
Das Verhältnis Zwickels zu Peters ist dagegen gespannt. Die beiden, heißt es in der Frankfurter IG-Metall-Zentrale, reden in der Regel nur einmal wöchentlich miteinander montags, wenn der geschäftsführende Hauptvorstand tagt. Zugleich streuen die Peters-Gegner, dass Zwickel bereits über eine Entschädigung für seinen ungeliebten Stellvertreter nachdenke. Der IG-Metall-Boss könnte ihn als Nachfolger von DGB-Chef Dieter Schulte vorschlagen, dessen Amtszeit im nächsten Jahr endet.