Irak: Philippinen beginnen mit Abzug - DER SPIEGEL
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Irak Philippinen beginnen mit Abzug

Die Philippinen haben damit begonnen, ihre Aufbauhelfer vorzeitig aus dem Irak zurückzuziehen. Sie reagierten damit auf Forderungen von Entführern, die einen Landsmann als Geisel genommen haben. Das Schicksal des Mannes ist aber entgegen anders lautenden Meldungen weiter ungewiss.
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Manila - "Die philippinische Regierung hat den Chef des philippinischen Kontingents der Aufbauhelfer im Irak zurückgerufen. Er verlässt den Irak heute zusammen mit zehn Mitgliedern des Kontingents", erklärte die Außenministerin des Landes, Delia Albert, im Fernsehen. Die verbleibenden Aufbauhelfer würden den Irak ebenfalls bald verlassen.

Die Philippinen hatten den Abzug bereits angekündigt, aber keinen Termin genannt. Das Land reagiert damit auf die Forderung einer militanten Gruppe, die mit der Enthauptung einer philippinischen Geisel gedroht hat, sollten die Kräfte den Irak nicht bis zum 20. Juli verlassen. Ursprünglich sollten die Aufbauhelfer den Irak erst am 20. August verlassen.

Die USA erneuerten ihre Kritik an dem Verbündeten. Manila sende den Terroristen das "falsche Signal". Mit Terroristen dürfe es keine Verhandlungen und keinen Separatfrieden geben, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan.

In einem am Donnerstag von al-Dschasira verbreiteten Video kündigte der Philippiner an, er werde nach Hause zurückkehren. In einer ebenfalls von al-Dschasira ausgestrahlten Botschaft der Entführer hieß es, die Geisel werde erst freigelassen, wenn die philippinischen Sicherheitskräfte den Irak bis Ende des Monats verlassen hätten.

Entführer einer ägyptischen Geisel verlängerten am Donnerstagabend ihr Ultimatum. Sie kündigten an, den Mann zu enthaupten, sollte dessen saudiarabischer Arbeitgeber sich nicht binnen 48 Stunden aus dem Irak zurückziehen. Am Dienstag hatten sie hierfür zunächst ein Ultimatum von 72 Stunden gestellt.