Irak: Tote nach Bombenexplosionen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Irak Tote nach Bombenexplosionen

Die Gewalt im Irak geht weiter. Bei der Explosion einer Autobombe vor einer Polizeihauptwache im Irak sind am Donnerstagmorgen mehrere Menschen getötet worden. Im Norden des Landes wurde eine Ölpipeline beschädigt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bagdad - In der Stadt Haditha kamen zehn Personen nach der Explosion einer Autobombe um. Etwa 30 Menschen seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium zudem mit.

Außer dem Polizeigebäude in der Stadt Haditha, 250 Kilometer nordwestlich von Bagdad, wurden nach Angaben von Augenzeugen auch eine Bank und das Rathaus beschädigt. Drei der Opfer sind nach Informationen des arabischen Nachrichtensenders El Dschasira Angehörige der Sicherheitskräfte.

In der schiitischen Pilgerstadt Kerbela explodierte am frühen Morgen eine Autobombe in der Nähe des Hauptquartiers der bulgarischen Truppen. Wie ein Polizeisprecher berichtete, hatten Polizisten die Männer verfolgt, weil sie befürchteten, das Fahrzeug könne mit Sprengstoff beladen sein.

Laut Augenzeugen konnten zwei Extremisten fliehen, drei weitere wurden mit dem Wagen in die Luft gesprengt. Später waren nur noch ihre Köpfe und die am Auto festgebundenen Arme zu erkennen.

In Kerbela demonstrierten wenige Stunden später rund 1000 Menschen gegen den Terrorismus. Außerdem forderten sie die Todesstrafe für den Ex-Machthaber Saddam Hussein.

Unterdessen wurde aus dem Norden durch eine Explosion eine Öl-Pipeline beschädigt. Der Ölexport sei unterbrochen, teilte ein Vertreter der zuständigen Behörde mit. Die Pipeline verläuft zwischen der irakischen Stadt Kirkuk und dem türkischen Hafen Ceyhan.