Johann Wadephul und Lars Klingbeil reisen in die USA: Ministerien rechtfertigen Einsatz zweier Jets - DER SPIEGEL
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Kollegentreff auf Island Ministerien rechtfertigen Einsatz zweier Jets für USA-Reisen von Wadephul und Klingbeil

Treffen sich zwei deutsche Minister auf einem Flugplatz in Island: Was wie der Anfang eines schlechten Witzes klingt, hat für Kritik gesorgt. Warum reisen Johann Wadephul und Lars Klingbeil mit zwei Jets in die USA?
Das Flugzeug (hinten) von Außenminister Johann Wadephul steht neben dem Airbus A319 von Finanzminister Lars Klingbeil
Das Flugzeug (hinten) von Außenminister Johann Wadephul steht neben dem Airbus A319 von Finanzminister Lars Klingbeil

Das Flugzeug (hinten) von Außenminister Johann Wadephul steht neben dem Airbus A319 von Finanzminister Lars Klingbeil

Foto: Michael Kappeler / dpa

Zwei Jets der deutschen Luftwaffe stehen auf dem isländischen Flughafen Keflavik nebeneinander, einer soll Außenminister Johann Wadephul (CDU) in die USA bringen, der andere Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) an dasselbe Ziel. Dieses Bild hat unter anderem in den sozialen Medien die Frage aufgeworfen, ob die beiden Politiker nicht gemeinsam hätten reisen können.

Das Verteidigungsministerium hat nun den Einsatz zweier Maschinen gerechtfertigt. Die weitere Reisedurchführung der beiden Minister sei so unterschiedlich, dass man sowieso zwei Luftfahrzeuge habe einsetzen müssen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsressorts in Berlin.

Unterschiedliche Termine und Reiserouten

Aus dem Auswärtigen Amt hatte es zur Frage, ob die beiden Minister nicht hätten zusammen fliegen können, bereits geheißen: »Bei Reisen wird stets geprüft, ob diese gemeinsam durchgeführt werden können. Die aktuellen Reisen von Außenminister Wadephul und Vizekanzler Klingbeil ließen sich aufgrund des unterschiedlichen Programmablaufes nicht zusammenlegen.«

So hatte Wadephul etwa noch bilaterale Gespräche in Island. Er wolle zudem länger in den USA bleiben und von Washington nach New York weiterreisen.

Zur Begründung für den Zwischenstopp auf Island erläuterte das Verteidigungsministerium, dass nur zwei kleinere Flugzeuge zur Verfügung gestanden hätten, die tanken mussten. Eine Maschine mit größerer Reichweite sei gerade mit Kanzler Friedrich Merz nach Indien unterwegs . Auf der Nordhalbkugel fliege man wegen eines üblichen Windbandes dauerhaft mit Gegenwind, weswegen man meistens auch tanken müsse, sagte der Sprecher.

Lars Klingbeil und Johann Wadephul reisen parallel in die US-Hauptstadt – in einer Zeit, in der US-Präsident Donald Trump immer intensiver Anspruch auf Grönland erhebt. Können sie den Amerikanern etwas entgegensetzen? Hier lesen Sie mehr. 

svs/dpa