Josef Felder: Der letzte Reichstagabgeordnete ist tot - DER SPIEGEL
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Josef Felder Der letzte Reichstagabgeordnete ist tot

Zwei Monate nach seinem 100. Geburtstag ist der letzte SPD-Reichstagsabgeordnete Josef Felder gestorben. Felder gehörte zu den 94 SPD-Abgeordneten, die im März 1933 gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz stimmten.
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München - Nach Angaben der bayerischen SPD starb Felder am Samstagabend im Alter von 100 Jahren in seiner Münchner Wohnung.

Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärte, die SPD trauere um einen großen Sozialdemokraten, der sein Leben lang mit Mut und Zivilcourage für Freiheit und Demokratie gekämpft habe.

Erst vor zwei Monaten war Felder zu seinem 100. Geburtstag unter anderem von Bundspräsident Johannes Rau, Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse geehrt worden. Schröder nannte ihn in seinem Glückwunschschreiben einen "Kämpfer für Demokratie und Freiheit".

Als junger Mann war Felder 1932 in den Reichstag gewählt worden, dem er bis zu dessen Auflösung durch die Nazis angehörte. Später wurde Felder in der NS-Diktatur verfolgt und musste mehrfach sein Versteck wechseln. Vorübergehend wurde er auch im KZ Dachau inhaftiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er als Journalist tätig und auch mehrere Jahre lang Chefredakteur der SPD-Parteizeitung "Vorwärts".

Bis kurz vor seinem Tode hatte Felder immer wieder engagierte Reden gehalten und zu Zivilcourage aufgerufen.