Kabinett: Spekulationen über Scharping - DER SPIEGEL
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Kabinett Spekulationen über Scharping

Wird Verteidigungsminister Rudolf Scharping nach dem SPD-Bundesparteitag im November gehen? Die Bundesregierung dementiert eine angeblich bevorstehende Umbildung des Kabinetts.
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Berlin - Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye bezeichnete einen Bericht der "Bild am Sonntag" als "absurde Spekulation". Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erwäge, sich von Scharping zu trennen, hatte das Blatt gemeldet. Der umstrittene Minister solle nach dem SPD-Bundesparteitag im November und dem dann erwarteten für ihn schlechten Abstimmungsergebnis zurücktreten oder entlassen werden. Als Nachfolger komme der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Hans-Ulrich Klose, in Frage, hieß es.

Schröder denke außerdem über weitere Veränderungen im Kabinett nach, um in den Bundestagswahlkampf im kommenden Jahr ohne Schwachstellen ziehen zu können. Die "Bild am Sonntag" zitierte einen SPD-Minister mit den Worten: "Es stimmt. Schröder denkt über ein neues Kabinett nach. Im Augenblick ist er so stark, dass er fast alles in der SPD durchsetzen kann."

Auch Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos), Familienministerin Christine Bergmann (SPD) und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sollen Kandidaten für eine Kabinettsumbildung sein. Für Müller sei als Nachfolger der Hamburger Wirtschaftssenator Thomas Mirow (SPD) im Gespräch, für Bergmann die stellvertretende SPD-Vorsitzende Renate Schmidt. Nachfolger von Gesundheitsministerin Schmidt könne der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Florian Gerster (SPD) werden.