Kabinett: Struck hatte doch einen Schlaganfall - DER SPIEGEL
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Kabinett Struck hatte doch einen Schlaganfall

Nach fast zehnwöchiger Krankheit hat Verteidigungsminister Peter Struck seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. Entgegen bisherigen Angaben hat der SPD-Politiker im Juni aber doch keinen Schwäche-, sondern einen Schlaganfall erlitten.
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Berlin - "Ich habe in der Nacht vom 9. zum 10. Juni einen leichten Schlaganfall erlitten", sagte Struck der "Bild"-Zeitung. Dank der Behandlung in der Berliner Charite sei er jetzt wieder fit. Struck, 61, war am 10. Juni zusammengebrochen. Bisher hatte das Ministerium dies als Schwächeanfall dargestellt.

Struck habe sich vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören, sagte sein Sprecher Norbert Bicher. "Er ist heute ohne Pfeife gekommen." Aus dem Ministerium hieß es, der Minister sehe erholt aus und sei ganz der Alte. Strucks erster öffentlicher Auftritt nach seiner Auszeit sollte an diesem Dienstag ein Truppenbesuch der Unteroffizierschule der Luftwaffe im schleswig-holsteinischen Appen sein. Bis zum 31. August will der Minister quer durch Deutschland elf Standorte ansteuern, darunter Potsdam, Leipzig, Schwerin und Trier.

"Die gesundheitlichen Probleme sind ausgeräumt - und ich bin wieder hundertprozentig einsatzfähig", sagte der Minister. Mindestens bis zum Ende der Legislaturperiode will er sein Amt weiter führen. "Ich habe zum Kanzler gesagt: Du kannst auf mich zählen. Bis 2006 auf jeden Fall - und wenn der Wähler es will, dann auch darüber hinaus."

Struck hatte Ende der achtziger Jahre zwei Herzinfarkte. Vor vier Jahren wurde er an der Halsschlagader operiert.