Kanzlerkandidatur: CDU-Politiker drängen Stoiber - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Kanzlerkandidatur CDU-Politiker drängen Stoiber

Er hat wiederholt gesagt, er werde es nicht machen. Doch in der CDU mehren sich die Stimmen, die den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zur Kanzlerkandidatur 2002 auffordern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Der Erste, der Stoiber zur Kandidatur gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder aufgefordert hatte, war der rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende Christoph Böhr. Seinen Vorschlag unterstützten in der "Bild"-Zeitung die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach, und der Vorsitzende von Oldenburg, Ex-Innenstaatssekretär Manfred Carstens.

Steinbach betonte, Stoiber sei "für viele in der CDU Wunschkandidat Nummer eins, wenn es um eine Kanzlerkandidatur" gehe. Auch für CDU-Bundesvorstandsmitglied Carstens ist Stoiber "durchaus ein denkbarer Kanzlerkandidat". Er sei allerdings dagegen, diese Frage "zum jetzigen Zeitpunkt zu entscheiden."

Niedersachsens CDU-Chef Christian Wulff und Hamburgs CDU-Fraktionschef Ole von Beust wandten sich gegen eine vorzeitige Kanzlerkandidatendebatte. Wulff erklärte, die Frage werde 2002 "aufgeworfen, diskutiert und entschieden". Beust sagte: "Eine Diskussion über die Kanzlerkandidatur 2002 ist derzeit mehr als verfrüht. Wir sollten erst einmal die Bundesvorsitzende wählen."