Kanzlerkandidatur CDU-Politiker drängen Stoiber
Hamburg - Der Erste, der Stoiber zur Kandidatur gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder aufgefordert hatte, war der rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende Christoph Böhr. Seinen Vorschlag unterstützten in der "Bild"-Zeitung die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach, und der Vorsitzende von Oldenburg, Ex-Innenstaatssekretär Manfred Carstens.
Steinbach betonte, Stoiber sei "für viele in der CDU Wunschkandidat Nummer eins, wenn es um eine Kanzlerkandidatur" gehe. Auch für CDU-Bundesvorstandsmitglied Carstens ist Stoiber "durchaus ein denkbarer Kanzlerkandidat". Er sei allerdings dagegen, diese Frage "zum jetzigen Zeitpunkt zu entscheiden."
Niedersachsens CDU-Chef Christian Wulff und Hamburgs CDU-Fraktionschef Ole von Beust wandten sich gegen eine vorzeitige Kanzlerkandidatendebatte. Wulff erklärte, die Frage werde 2002 "aufgeworfen, diskutiert und entschieden". Beust sagte: "Eine Diskussion über die Kanzlerkandidatur 2002 ist derzeit mehr als verfrüht. Wir sollten erst einmal die Bundesvorsitzende wählen."