Kanzlerwohnung ausgespäht: BKA ermittelt - DER SPIEGEL
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Kanzlerwohnung ausgespäht BKA ermittelt

Das Bundeskriminalamt untersucht die jahrelange Videobeobachtung der Privatwohnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel durch eine Museumskamera. Ein Sprecher der Kanzlerin lehnte jede Stellungnahme zu den heimlichen Aufnahmen ab.
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Berlin - Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte am heutigen Montag in Berlin, das Bundeskriminalamt prüfe die Angelegenheit "sehr gründlich" und analysiere Abläufe und Hintergründe. Zugleich versicherte er, dass durch eine Begrenzung des Neigewinkels eine weitere Videobeobachtung der Berliner Wohnung von Merkel und ihres Ehemannes Joachim Sauer durch die Kamera des Pergamon-Museums künftig ausgeschlossen sei.

Nach einem Zeitungsbericht vom Wochenende war die Wohnung Merkes jahrelang von einer Überwachungskamera auf der Berliner Museumsinsel erfasst worden. Die Anlage des Pergamon-Museums in Berlin-Mitte habe nicht nur Aufnahmen von Merkels Haus, sondern auch Aufnahmen in ihrem Wohnzimmer machen können, berichtete die "Bild am Sonntag". Die Kamera auf dem Dach des weltberühmten Museums sei 24 Stunden in Betrieb gewesen. Direkt gegenüber des Museums liegt die Privatwohnung Merkels.

Die Bundeskanzlerin will die heimlichen Filmaufnahmen ihrer Wohnung offenbar nicht hochspielen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm lehnte am Montag jede Stellungnahme zu den Aufnahmen ab. "Das ist kein Vorgang, der einer Kommentierung bedarf", meinte Wilhelm.

Der Sprecher des Innenministerium bestätigte jedoch indirekt den Bericht der "Bild am Sonntag", wonach mit der Überwachungskamera das Wohnzimmer der Kanzlerin und ihres Ehemannes gefilmt worden war.

hda/Reuters/dpa

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