Karlsruhe: Klage gegen LER - DER SPIEGEL
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Karlsruhe Klage gegen LER

In fast allen deutschen Bundesländern ist Religion ein Pflichtfach an der Schule. Anders in Brandenburg: Dort lernen die Kinder stattdessen LER (Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde). Nun verhandelt das Bundesverfassungsgericht darüber, ob das statthaft ist.
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Karlsruhe - Den Konflikt um LER gibt es seit Jahren. In Karlsruhe wollen die evangelische und die katholische Kirche, die Unions-Bundestagsfraktion sowie Eltern und Kinder nun die Einführung von Religion als Pflichtfach in Brandenburg durchsetzen. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet.

Der konfessionelle Religionsunterricht ist in fast allen Bundesländern ordentliches Lehrfach, wie dies im Grundgesetz vorgeschrieben ist. Brandenburg beruft sich auf eine Ausnahmeregelung. Die Kirchen messen dem Verfahren große Bedeutung für den grundsätzlichen Status des Religionsunterrichts zu.

Der Berlin-Brandenburgische Bischof Wolfgang Huber sagte im Vorfeld der Karlsruher Verhandlung, die evangelische Kirche sei nicht grundsätzlich gegen LER. Die Schüler müssten allerdings zwischen LER und einem gleichberechtigt angebotenen konfessionellen Religionsunterricht wählen können. Der Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland, Thomas Krüger, nannte das Karlsruher Verfahren eine "Stellschraube im Verhältnis zwischen Kirche und Staat".