Köln Großdemo gegen Rechts
Köln - Unter dem Motto "Köln stellt sich quer" hatte ein Bündnis aus Kirchen, Parteien und Organisationen aufgerufen, den rechtsextremen Aufmarsch in der Domstadt nicht wortlos hinzunehmen. "Faschismus ist keine Meinung. Faschismus ist ein Verbrechen", sagte Mitveranstalterin Tina Walter. "Es ist dringend an der Zeit, durch Zivilcourage deutlich zu machen, dass wir zusammenstehen gegen das Wegschauen und die Gleichgültigkeit", sagte der Vorsitzende der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Jürgen Wilhelm.
Einige Teilnehmer der Großdemonstration zogen im Anschluss in Richtung des rechtsextremen Aufmarsches. Aus einer Menschengruppe heraus wurden Steine geworfen. Acht der Polizeibeamten wurde dadurch am Kopf leicht verletzt. Rund 20 Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen.
Die Rechtsextremisten hatten beim Kölner Verwaltungsgericht am Freitagabend erreicht, dass ihr Treffen entgegen einer Entscheidung des Polizeipräsidenten doch stattfinden kann. Die Richter erklärten, eine konkrete Gefahr - wie von den Sicherheitskräften behauptet - sei nicht nachzuweisen. Das Gericht verfügte jedoch, dass der Aufmarsch erst am Nachmittag stattfinden dürfe.