Kohl 2002 will er aufhören
Hamburg - Die Bundestagswahl im Jahre 2002 hat sich der CDU-Politiker als Ziel für den Ausstieg gesetzt. Das verriet er während eines Festaktes in Budapest. Kohl würde seine Laufbahn als Bundestagsabgeordneter der CDU damit nach 26 Jahren beenden. Bis 1998 hatte er seinen Wahlkreis Ludwigshafen verteidigt, dann gegen die SPD-Abgeordnete Doris Barnett, 47, verloren. Über die Landesliste der CDU kam er jedoch wieder ins Parlament. In der vergangenen Woche hatte der wegen der CDU-Spendenaffäre massiv kritisierte Kohl erstmals wieder an einer Sitzung der Bundestagsfraktion der Union teilgenommen.
Auf die Expo in Hannover scheint Kohl auch keine Lust zu haben. Eine offizielle Einladung zum "Deutschen Tag" am 3. Oktober, dem zehnten Jahrestag der Einheit, habe er abgesagt, berichtete die "Bild"-Zeitung. "Helmut Kohl wurde als Bundeskanzler a.D. offiziell eingeladen. Er hat ohne Begründung mit dem normalen Rückantwort-Fax abgesagt", zitiert das Blatt die Expo-Sprecherin Wibke Bruhns. Nach Angaben von Kohls Büroleiterin Juliane Weber sagte der Altkanzler wegen einer anderen Veranstaltung ab.