Konzerne Sprit wird noch teurer
Berlin - "Die Benzinpreise müssen sich weiter erhöhen, damit wir über die Gewinnschwelle kommen", sagte die Sprecherin der Deutschen BP, Claudia Braun, der "Berliner Zeitung". Nötig sei ein neuerlicher Anstieg von "im Schnitt sechs bis sieben Pfennig". Mit einer Entspannung bei Benzin- sowie auch bei Heizölpreisen rechne BP erst "im Laufe des nächsten Jahres".
"Wir arbeiten noch immer weit unter der Gewinnschwelle - Preiserhöhungen wären überfällig", sagte der Sprecher der Deutschen Shell, Rainer Winzenried. Hätten die Ölkonzerne dauerhaft schlechte Gewinnmargen wie gegenwärtig, würden sie "tiefrote Zahlen" schreiben, sagte Winzenried.
Nach Einschätzung der britisch-niederländischen Royal-Dutch-Shell-Gruppe wird der Ölpreis nicht vor Ende des kommenden Winters sinken. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Jeroen van der Veer sagte der "Financial Times Deutschland": "Es würde mich überraschen, wenn wir bis Februar einen signifikanten Preisverfall erlebten." Als Grund nannte er den niedrigen Lagerstand in den Importstaaten, der im Winter zwangsläufig zu mehr Nachfrage führen und die Preise hoch halten werde. Erst im mittelfristigen Rahmen von fünf Jahren werde der Durchschnittspreis für ein Barrel Rohöl wieder unter die 20-Dollar-Marke fallen.