Krisenmanagement: Meyer räumt Fehler ein - DER SPIEGEL
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Krisenmanagement Meyer räumt Fehler ein

CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer hat in einem Fernsehinterview eingeräumt, im Umgang mit der RWE-Affäre Fehler gemacht zu haben. Vorwürfe von NRW-Landeschef Rüttgers, Meyer sei eine Belastung für den Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen, wies dieser aber empört zurück.
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Mainz - Meyer sagte im ZDF-"heute journal", er habe bereits viele Zusagen für Wahlkampfveranstaltungen gemacht und wolle sich mit voller Kraft für einen Machtwechsel an Rhein und Ruhr einsetzen. Er sei ganz sicher, dass Jürgen Rüttgers "diesen Beitrag dann auch zu schätzen weiß". Rüttgers, der für das Ministerpräsidentenamt in Nordrhein-Westfalen kandidiert, hatte Bedenken geäußert, Meyers Gehaltsaffäre könne sich nachteilig auf den Wahlkampf auswirken. Meyer entgegnete, er habe er den Eindruck, "dass Menschen sehr großzügig sind, wenn andere Fehler eingestehen". Man müsse aber aus den Fehlern lernen, sagte Meyer.

Meyer stand in der vergangenen Woche zunächst in der Kritik, weil er verbilligten Strom von seinem früheren Arbeitgeber - einer Tochter des Energiekonzerns RWE - bezogen hatte. Später wurden weitere Zahlungen bekannt. Am Dienstag präzisierte Meyer, dass er nach seinem Wechsel in die Politik 250.000 Mark an Abfindungen und Gehaltsansprüchen erhalten habe. 160.000 Mark habe er bekommen, obwohl er nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl 2000 in das Unternehmen zurückgekehrt sei. Den nach Abzug der Steuern erhaltenen Betrag will Meyer nun für die SOS-Kinderdörfer spenden.

Zahlungen kein Einzelfall?

Die "Financial Times Deutschland" berichtet, die umstrittenen Zahlungen des Stromkonzerns an Meyer und seinen Kollegen Hermann-Josef Arentz seien kein Einzelfall. Der RWE-Führung liege eine von der Innenrevision erstellte Liste mit den Namen von rund 40 Politikern vor, die Gehalt aus dem Konzern beziehen, schreibt das Blatt. Die Betreffenden seien in der Regel bei operativen Beteiligungen wie Stadtwerken beschäftigt, zitiert die Zeitung einen Insider. Ähnliche Strukturen gebe es bei den Versorgern E.ON und EnBW.