Kürzungspläne: Bundeswehr soll weitere Milliarden einsparen - DER SPIEGEL
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Kürzungspläne Bundeswehr soll weitere Milliarden einsparen

Die Bundeswehr soll laut einem Zeitungsbericht kurzfristig rund drei Milliarden Euro einsparen. Demnach müsste die Truppe mit weniger Panzern und Flugzeugen auskommen. Außerdem droht nach den Streichungen im vergangenen Jahr nun weiteren Standorten das Aus.
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Berlin - Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) will am Freitag seine Sparpläne für die Bundeswehr vorstellen, berichtet "Die Welt". Angeblich soll die Anzahl der schweren Panzer um mehr als zwei Drittel verringert werden. Von den derzeit 1800 Stück sollen nur 530 bleiben. Auch bei den Flugzeugen will Struck streichen. Standorte der Bundeswehr stehen ebenfalls zur Debatte. Insgesamt ist von Einsparungen, vor allem bei den Betriebskosten, in Höhe von drei Milliarden Euro die Rede.

Das Ziel der Einsparungen ist offenbar heftig umstritten, schreibt das Blatt. Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan habe dem Planungsstab des Verteidigungsministeriums entgegengehalten, dass bei einem zu krassen Einschnitt in den Etat der Umfang der Bundeswehr mit zurzeit 285.000 Soldaten und auch die Wehrpflicht gefährdet seien.

Das Verteidigungsministerium äußerte sich zu der im Raum stehenden Milliardensumme bislang nicht. Man gehe weiter davon aus, dass der Etat, gut 24 Milliarden Euro, unangetastet bleibe. Aus Regierungskreisen verlautete, es ginge um interne Umschichtungen. Die eingesparten Mittel könnten dann an anderer Stelle investiert werden. Auf den Verteidigungsetat als solches habe sich die Regierung bereits festgelegt.

Verteidigungsminister Struck hatte schon im Dezember gesagt, die Bundeswehr müsse ihre Ausstattung von vorwiegend schweren Panzern auf eher leichtes und mobiles Material für Auslandseinsätze umstellen. Struck wird am Freitag zu seinen Vorstellungen für eine Neuausrichtung der Bundeswehr Stellung nehmen.