Länderfinanzen Teure Ost-Rentner
Schwerin - Denn derzeit überweist das strukturschwache Mecklenburg-Vorpommern knapp 200 Millionen Euro jährlich an den Bund für Zusatzrenten nach dem "Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz" (AAÜG). Solche Zusatzrenten erhalten etwa ehemalige Staatsbedienstete, Ärzte oder Künstler für die es in der DDR Zusatzversicherungen gab.
Die dort erworbenen Ansprüche waren mit dem AAÜG in die gesetzliche Rentenversicherung der Bundesrepublik überführt worden. Die entsprechenden Ausgaben holt sich der Bund bislang zu zwei Dritteln von den fünf neuen Ländern zurück.
Jürgen Seidel (CDU), Verhandlungspartner des Sozialdemokraten Ringstorff, soll nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen seine guten Kontakte zur Ehrenvorsitzenden der CDU Mecklenburg-Vorpommern Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzen, um Gespräche über eine deutliche Senkung der Kosten für die neuen Länder zu ermöglichen.