Memmingen: Oberbürgermeister Markus Kennerknecht stirbt nach 38 Tagen im Amt - DER SPIEGEL
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Memmingen Oberbürgermeister stirbt nach nur 38 Tagen im Amt

Die Sozialdemokraten in Bayern trauern um einen ihrer führenden Kommunalpolitiker. Der Memminger Rathauschef Markus Kennerknecht war beim Joggen zusammengebrochen - er wurde nur 46 Jahre alt.
Rathaus von Memmingen
Rathaus von Memmingen

Rathaus von Memmingen

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ picture alliance / dpa
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Der Memminger Oberbürgermeister Markus Kennerknecht war leidenschaftlicher Ausdauersportler und nahm an Triathlons teil. Völlig überraschend sei der 46-Jährige am Mittwoch beim Joggen zusammengebrochen und gestorben, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Er hinterlässt eine Ehefrau und seine beiden kleinen Töchter.

"Spaziergänger haben ihn auf einem Weg liegend gefunden und sofort den Rettungsdienst verständigt", sagte Kennerknechts Stellvertreterin Margareta Böckh (CSU). Wiederbelebungsversuche durch den Notarzt seien erfolglos geblieben. Böckh übernahm die Amtsgeschäfte bis zur Neuwahl eines Oberbürgermeisters, die innerhalb von drei Monaten erfolgen muss.

Kennerknecht im März

Kennerknecht im März

Foto: Thomas Pöppel/ dpa

Das Amt als Oberbürgermeister hatte Kennerknecht erst vor 38 Tagen übernommen: Anfang November war er zum neuen Rathauschef gewählt worden. Er war Nachfolger von Ivo Holzinger (SPD), der nach 36-jähriger Amtszeit als Deutschlands dienstältester Oberbürgermeister in den Ruhestand gegangen war.

"Ich bin geschockt und ringe nach Worten", erklärte der Vorsitzende der Bayern-SPD, Florian Pronold. Kennerknecht habe sich durch "seine herzliche, engagierte und kompetente Art" das Vertrauen der Memminger erworben. Er sei auch in der Partei äußerst geschätzt gewesen. "Das sind schwere Stunden für die Sozialdemokratie in Bayern."SPD

vks/dpa