Memoiren Schröder will ein Buch schreiben
Hamburg - Gerhard Schröder sagte gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit", er habe zwar kein Tagebuch geführt, aber er habe "ein gutes Gedächtnis". Für die Zeit nach dem Ausscheiden aus dem Amt hat Schröder sich dem Bericht zufolge ein Büro für eine Rechtsanwaltspraxis in Berlin zugelegt. Für sich allein, nicht für eine Sozietät, betonte der scheidende Kanzler.
Er lege keinen Wert auf den Titel "Altbundeskanzler". Schön fände er es, wenn er später einmal schlicht als "der bekannte ältere Politiker Deutschlands" firmieren könnte. Einen Job etwa als Aufsichtsrat in einem Großunternehmen oder einen Posten in einer "Heuschrecken"-Firma würde er mit Sicherheit nicht übernehmen.
"Ich bleibe ein politischer Mensch", sagt er. Nach dem Ende seiner "operativen Zeit" werde er sich "eher an Hans-Jochen Vogel orientieren oder auch an Erhard Eppler". Bei denen handele es sich um "freie Geister, mit viel Autorität und sehr solidarisch."