Minister Schily: 2002 ist Schluss - DER SPIEGEL
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Minister Schily 2002 ist Schluss

Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) bereitet sich auf den Rückzug aus der Tagespolitik vor. Nach Ablauf der Legislaturperiode sei für ihn Schluss im Kabinett - auch aus Gesundheitsgründen, gab er bekannt.
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Berlin - Nach der nächsten Bundestagswahlen im Jahr 2002 stehe er "definitiv" nicht mehr für das Amt des Innenministers zur Verfügung, sagte der 67-Jährige im "Tagesspiegel". Für ihn sei immer klar gewesen, "wenn ich 70 bin, höre ich auf, daran halte ich mich". Er habe dann seinen "Dienst für das Vaterland getan".

Das Ministersein ist nach den Worten Schilys gesundheitsschädlich, "weil Minister dauernd sitzen oder an irgendwelchen Essen teilnehmen müssen". Die Disziplin seines Kabinettskollegen und früheren Parteifreundes Joschka Fischer von den Grünen, der kräftig abgenommen hat und sich mit Marathonläufen fit hält, nennt er bewundernswert. "Schauen Sie mich an, ich bin zu dick. Ich nehme mir immer vor, es zu machen wie der Joschka: Nur noch laufen, kein Alkohol und vegetarisch essen. Aber das ist ja auch kein Leben."

Der frühere RAF-Anwalt Schily würde die Verteidigung seines Amtsvorgängers Manfred Kanther (CDU), gegen den im Zusammenhang mit den schwarzen Kassen der hessischen CDU ermittelt wird, durchaus reizvoll finden. "Es wäre eine spannende Verteidigung, ja sicherlich. Und es wäre auch ehrenwert, einen solchen Fall zu übernehmen."