Möllemann Rückkehr eines Unwillkommenen
Düsseldorf - Der frühere FDP-Vize will sich nach eigenen Worten am 14. Januar in der FDP-Bundestagsfraktion zurückmelden. Seine Ärzte hätten ihm grünes Licht für einen schrittweisen Wiedereinstieg in die Arbeit gegeben, sagte Möllemann am Dienstag in Düsseldorf. Er war nach einer Herzattacke bis Ende vergangenen Jahres krankgeschrieben.
Für den 21. Januar hat die FDP-Landtagsfraktion eine Anhörung Möllemanns angesetzt. "Ich hoffe, dass danach wieder eine kollegiale Zusammenarbeit in der Landtagsfraktion möglich ist", sagte der ehemalige NRW-Landeschef seiner Partei.
Wegen seiner Finanz- und Flugblattaffäre soll der 57-Jährige aus der FDP und den beiden Fraktionen ausgeschlossen werden. An diesem Mittwoch muss er vor dem Landgericht Münster erscheinen, wo seine Partei eine Auskunftsklage zur Herkunft der Flugblattgelder erhoben hat.
Er könne sich schwer vorstellen, dass die Rechtsstaatspartei FDP vor dem Ende der Untersuchungen der Justiz seinen Ausschluss aus Partei und Fraktion beschließe. Gegen Möllemann ermitteln die Staatsanwaltschaften in Düsseldorf und Münster. Mit der Klage in Münster will die FDP endgültig klären, wie das Wahlkampf-Flugblatt mit Kritik an der israelischen Regierungspolitik finanziert wurde. Möllemann behauptet, die 840.000 Euro dafür stammen aus eigenen Mitteln.