München 2000 demonstrierten gegen NPD
München - Die Münchner Demonstranten hinderten die überwiegend jugendlichen NPD-Anhänger zunächst am Betreten des Marienplatzes in der Innenstadt, wo die Partei vor dem Rathaus eine Informationsveranstaltung angemeldet hatte. Von den im Vorwege angekündigten 200 Teilnehmern waren jedoch deutlich weniger zu der Kundgebung erschienen. Die Polizei musste die Rechtsextremen schließlich zu dem Platz eskortieren. Die geplanten Ansprachen der NPD-Politiker gingen daraufhin jedoch in Pfiffen, lautstarken Buhrufen, Rangeleien und vereinzelten Würfen mit Eiern und Orangen unter. Unter die Demonstrierenden mischten sich auch Touristen aus dem Ausland, die offensichtlich zum Oktoberfest nach München gekommen waren. Ein breites Aktionsbündnis hatte zuvor dazu aufgerufen, gegen die Veranstaltung der rechten Partei vorzugehen.
In Lübeck versammelten sich am Samstag ebenfalls rund 800 Menschen zu einer Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt. Anlass war ein Aufmarsch von rund 120 Rechtsextremen in der Hansestadt, mit dem gegen die geplante Schließung des Neonazitreffs "Club 88" in Neumünster protestiert werden sollte.