Anti-Terror-Aktion Mutmaßliches IS-Mitglied in Ostwestfalen festgenommen
Polizeiabsperrung (Symbolbild)
Foto: Patrick Seeger/ picture alliance / dpaDer Mann soll als Kontaktperson zu möglichen Attentätern des "Islamischen Staats" (IS) fungiert haben: In Ostwestfalen ist ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz festgenommen worden.
Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) fassten den 23-jährigen Syrer am Mittwoch, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Laut Haftbefehl war der Mann im September 2015 nach Deutschland eingereist und agierte als Kontaktmann zwischen dem IS-Sprachrohr Amaq und möglichen Attentätern.
Er habe unter anderem einen Mann veranlasst, sich zu einem Brandanschlag auf ein schiitisches Gemeindezentrum in Schweden im Oktober 2016 zu bekennen. Denn Amaq habe ohne einen solchen Beweis keine Meldung über den Anschlag veröffentlichen wollen, hieß es weiter. Danach habe sich der IS in einer von ihm veröffentlichen Zeitung zu dem Anschlag bekannt.
Ein nach dem Angriff mit einem Molotowcocktail in Schweden festgenommener Syrer wurde allerdings im April von einem Gericht in Malmö aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Auch wurde die Tat juristisch nicht als Terroranschlag eingestuft.
Der nun in Deutschland festgenommene Syrer soll laut Bundesanwaltschaft auch in verschiedenen Chatgruppen Propaganda für den IS betrieben haben. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ordnete am Donnerstag Untersuchungshaft an.