Niedersachsen Erster BSE-Fall
München - Die Untersuchung der Probe im Referenzlabor in Tübingen sei positiv ausgefallen, teilte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels (SPD) mit. Der BSE-Verdacht auf einem Hof bei Osnabrück war Ende vergangener Woche bekannt geworden. Der Betrieb mit 143 Rindern war nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums am 15. Dezember vom zuständigen Veterinäramt gesperrt worden.
Fünfter BSE-Fall in Bayern
Zuvor hatte sich ein erneuter BSE-Verdacht in Bayern bestätigt. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um eine Kuh von einem Hof im Landkreis Unterallgäu. Die BSE-Kuh sei im März 1996 geboren und am 13. Dezember im Städtischen Schlachthof Kempten geschlachtet worden. Bayern ist mit fünf infizierten Rindern das Bundesland mit den meisten entdeckten BSE-Fällen.
Notwendig geworden sei die Untersuchung an der Bundesforschungsanstalt in Tübingen, nachdem am 15. Dezember bei einem privaten Labor ein positiver und vier unklare Befunde erhoben worden seien, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Der Kemptener Schlachthof sei bereits am 15. Dezember gesperrt worden. Sämtliche Fleischprodukte dieses Schlachttages seien zwischenzeitlich beseitigt und der Schlachthof desinfiziert worden.
In einem am vergangenen Freitag bekannt gewordenen Bericht der EU-Kommission werden vor allem Bayern zu lasche Futtermittelkontrollen vorgeworfen. 1999 seien bei 75 Prozent aller Kontrolluntersuchungen in Bayern Anteile von verbotenem Tiermehl entdeckt worden, heißt es.