Nitrofen-Skandal: In der Malchiner Gifthalle wussten angeblich alle Bescheid - DER SPIEGEL
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Nitrofen-Skandal In der Malchiner Gifthalle wussten angeblich alle Bescheid

Der Vermieter der mit Nitrofen belasteten Halle im mecklenburg-vorpommerischen Malchin hat sich zum Futtermittelskandal geäußert. Nach seinen Angaben wusste jeder Eigentümer und Mieter seit 1990 genau, dass in der Lagerhalle zu DDR-Zeiten Pflanzengifte gelagert wurden.
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Berlin - Der Neustrelitzer Steuerberater Bernd Walte, Vermieter der Halle, in der Tierfutter mit dem Gift Nitrofen verseucht wurde, sagte gegenüber der Zeitschrift "Super Illu": "Alle Dokumente, die ich besitze, beweisen, dass jeder Eigentümer und auch jeder Mieter seit 1990 ganz genau wusste, dass hier zu DDR-Zeiten Pflanzengifte gelagert wurden."

Auch im Grundbuch, im Treuhandvertrag und in den Mietverträgen könne man die frühere Nutzung der Halle nachlesen. Walte, der seit 1999 der Konkursverwalter für das betreffende Gelände ist, soll jetzt von der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft zum Nitrofen-Skandal befragt werden.

"Ich frage mich, warum ich erst jetzt vorgeladen werden soll. Alle Unterlagen habe ich ja da", sagte Walte. Daraus gehe hervor, dass die letzten Pflanzenschutzgifte in Malchin erst 1995 entsorgt worden seien. Sogar die Rechnung über den Preis von 300.000 Mark liege ihm vor.